Naturschutz-Einsatz des Schwäbischen Albvereins im Haubacher Moos

Am Freitag, den 17. Juli 2026, engagierten sich mehrere Mitglieder der Ortsgruppe Isny an einem Naturschutz-Einsatz im Haubacher Moos. Gemeinsam mit Walter Hudler von der Stiftung Wilde Argen haben sie dort das Drüsige Springkraut entfernt – eine invasive Pflanzenart, die sich im Allgäu zunehmend ausbreitet und die heimische Vegetation verdrängt.

Walter Hudler organisiert jedes Jahr Anfang bis Mitte Juli mehrere Pflegeeinsätze, um die Ausbreitung des Springkrauts in besonders sensiblen Bereichen einzudämmen. Die Pflanze gefährdet die Artenvielfalt, da sie dichte Bestände bildet und heimischen Arten Licht und Raum nimmt. Die Bekämpfung muss zwingend vor der Samenreife erfolgen, denn sobald die Samenkapseln ausgereift sind, „explodieren sie bei Berührung“ und „schleudern die Samen bis zu 7 m weit“.

Die wirksamste Methode besteht darin, die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus dem Boden zu ziehen oder die Stangel tief unterhalb des untersten Blattpaares abzuschneiden, damit sie nicht erneut austreiben.

Wie schon seit vielen Jahren unterstützten auch diesmal Mitglieder des Schwäbischen Albvereins die Aktion. Besonders gefreut haben sich alle Beteiligten über die tatkräftige Mithilfe von Auszubildenden und Mitarbeitern der Volksbank Allgäu-Oberschwaben, die sich angeschlossen hatten.

Der Einsatz zeigte eindrucksvoll, wie Jung und Alt gemeinsam für den Erhalt einer intakten Natur arbeiten. Wieder einmal wurde deutlich, dass eine Mitgliedschaft im Schwäbischen Albverein Menschen zusammenbringt und weit mehr bietet als Wandern allein.

Wer Interesse an ähnlichen Aktivitäten und am gemeinsamen Wandern hat, findet Informationen unter: www.albverein-isny.de

Schwäbischer Albverein wandert auf dem Rennsteig

Gemeinsam unterwegs auf dem ältesten Höhenweg Deutschlands:

„Gut Runst!“, so begrüßen sich die Wanderer auf dem Rennsteig im Thüringer Wald. Diese einzigartige Natur und Ruhe als Gemeinschaft zu erwandern und zu erleben, war das Ziel der diesjährigen Mehrtageswanderung des Schwäbischen Albvereins. 24 Mitglieder der Ortsgruppen Isny und Wangen reisten dafür vom 3. bis 7. Juni nach Masserberg in Thüringen, das als idealer Ausgangspunkt für mehrere Rundwanderungen diente.

Die erste Tour führte zur Werra-Quelle. Von der nahegelegenen Rennsteigwarte, einem Aussichtsturm, genoss die Gruppe einen weiten Rundblick. Eine weitere Wanderung ging ins Goldisthal zum ICE-Aussichtspunkt der Bahnstrecke Nürnberg-Berlin, wo man einen Blick auf die rasanten Züge erhaschen kann, bevor sie im Tunnel verschwinden. Zudem wurde der Stausee des größten Pumpspeicherwerks Deutschlands umwandert, das den Wanderern einige Höhenmeter abverlangte.

Auch historische Orte standen auf dem Programm: Über die Eisfelder Ausspanne, einer ehemaligen Raststation für Pferdekutschen, ging es zur Friedrichshöhe. Nach einer gemütlichen Einkehr im Gasthaus „Zum Rennsteig“ – inklusive traditioneller, halbmeterlanger Thüringer Bratwurst – trat die Gruppe gesättigt den Rückweg an. Eine weitere Etappe führte durch das „Nadelöhr“, einen sagenumwobenen Konglomeratfelsen mit schmalem Durchstieg. Der Sage nach geht ein geheimer Wunsch in Erfüllung, wenn man hindurchkriecht. Rast gemacht wurde in der geschichtsträchtigen Trinius-Baude. August Trinius war Wanderschriftsteller und löste mit seinem Wanderbuch bereits 1890 den Rennsteig-Boom aus.

Auf dem Heimweg rundete ein Zwischenstopp im Bunkermuseum Frauenwald mit einer eindrucksvollen Führung durch die 3.600 m² große Anlage aus der Zeit des Kalten Krieges die Reise ab.

Dank der hervorragenden Organisation der Vorsitzenden Manfred Mühleisen und Jürgen Tischer war die Ausfahrt ein voller Erfolg. Alle Beteiligten hatten viel Freude und Spaß an gemeinsamen Wanderungen, geselligen Zusammenkünften und interessanten Unterhaltungen. Erneut hat sich gezeigt, dass eine Mitgliedschaft im Schwäbischen Albverein Menschen zusammenbringt und dass gemeinsam Wandern so schön sein kann. Vielleicht hat der eine oder andere Lust bekommen. Weitere Informationen des Schwäbischen Albvereins unter www.albverein-isny.de

Foto: Die Teilnehmer der 5-Tages Wanderung in Masserberg

Rückblick auf ein arbeitsintensives Jahr und Neuwahlen

Pressebericht zur Hauptversammlung des Schwäbischen Albverein Isny

Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Isny zog Vorsitzender Jürgen Tischer vor zahlreichen Mitgliedern sowie Gästen aus Politik und benachbarten Ortsgruppen eine Bilanz des Vereinsjahres 2025. Zu Beginn wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht.

 

Ein zentraler Schwerpunkt war die Sanierung des Schwarzen-Grat-Turms. In die Instandsetzung und Aufwertung des weithin bekannten Ausflugsziels wurden Investitionen von über 23.000 Euro getätigt. Ermöglicht wurde dies durch ein Crowdfunding der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG, weitere regionale Firmen und Privatpersonen, die Stadt Isny sowie Fördermittel der LEADER-Gruppe. Reparaturen, infrastrukturelle Verbesserungen und ein neues Fernrohr wurden umgesetzt. Weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Umfelds befinden sich in Vorbereitung. Besonders hervorgehoben wurde die Wiederbewirtung des Kiosks am Turm durch Daniel Hugenpoth und seine Frau Heike.

Der Wanderbericht 2025 zeigte hohe Aktivität: Zwei Mehrtageswanderungen, sechs Tages-, zwölf Halbtags-, eine Familienwanderung sowie 48 Nordic-Walking-Termine wurden durchgeführt. Ein besonderes Highlight war die Mehrtagesfahrt ins Pitztal mit hochalpinen Touren. Insgesamt legten 698 Teilnehmer 5.326 Kilometer zurück. Die Wanderführer investierten rund 338 Stunden in Vorbereitung und Durchführung.

Auch der Naturschutz spielte eine große Rolle: Krötenrettungsaktionen, Vogelbeobachtungen, Nistkastenpflege, Fortbildungen sowie die intensive Betreuung der Isnyer Storchenpopulation prägten das Jahr. Für Pflege, Beringung und Dokumentation wurden mehrere hundert ehrenamtliche Stunden geleistet. Der Wegewart berichtete über das knapp 100 Kilometer umfassende Wegenetz, das vollständig kontrolliert und gepflegt wurde. Der zeitliche Aufwand für Überprüfung und zusätzliche Arbeiten lag bei rund 41 Stunden.

Nach Kassenbericht und Entlastung standen Neuwahlen an. Vorsitzender Jürgen Tischer wurde bestätigt, neu zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Martin Balß. Kassierin Elisabeth Ghai und Schriftführerin Anita Kruck wurden wiedergewählt. Als Kassenprüfer wurden Dorothe Balß und Bernd Hermann neu bestimmt, Beisitzer Wolfgang Schugg bestätigt. Grußworte würdigten das große ehrenamtliche Engagement. Zum Abschluss wurde auf das umfangreiche Wander- und Veranstaltungsprogramm 2026 hingewiesen und zur Mitarbeit eingeladen.

 

Albvereinsnachmittag des Schwäbischen Albvereins Isny

Mitarbeiter für ehrenamtlichen Einsatz geehrt

Zu einem stimmungsvollen und geselligen Nachmittag lud die Ortsgruppe Isny des Schwäbischen Albvereins am Samstag, 22. November 2025, ihre Mitglieder in das Paul-Fagius-Haus am Marktplatz ein. Bereits beim Eintreffen im liebevoll hergerichteten Saal lag eine warmherzige Atmosphäre in der Luft. Ab 14 Uhr füllten sich die Tische, an denen bei Kaffee und einer abwechslungsreichen Auswahl an Kuchen Gespräche, Erinnerungen und Wandererlebnisse rege ausgetauscht wurden.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand der Blick auf den Wanderplan sowie die Mehrtagesfahrten des kommenden Jahres 2026. Der Vorsitzende Jürgen Tischer präsentierten erste Höhepunkte und gab einen Vorgeschmack auf ein abwechslungsreiches Tourenprogramm, das sowohl Naturfreunde als auch Kulturinteressierte ansprechen soll. Die Vorfreude auf die bevorstehenden Aktivitäten war deutlich spürbar und sorgte für lebhafte Diskussionen unter den Anwesenden.
Ein besonderer Moment des Albvereinsnachmittags war die Ehrung zweier langjährig engagierter Mitglieder. Franz Butscher wurde für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender, Schriftführer und Turmwart am Schwarzen Grat Turm mit dem silbernen Ehrenschild ausgezeichnet. Ebenso würdigte die Ortsgruppe das außergewöhnliche Engagement von Monika Priboth, die als Wanderwartin sowie durch ihren unermüdlichen Einsatz im Naturschutz – insbesondere bei der Bekämpfung von Neophyten, zahlreichen Kontrollgängen und Vogelbeobachtungen – prägend für die Vereinsarbeit war. Sie erhielt die silberne Ehrennadel
Für eine schwungvolle musikalische Umrahmung sorgte das Trio s’Durchenand – Petra, Wiese und Wolfgang – das mit harmonischen Klängen und spürbarer Freude am Musizieren die Stimmung im Saal bereicherte und gemeinsam gesungene Lieder begleitete. Humorvoll wurde es anschließend mit dem Sketch „Das Rezept“, dargeboten von Linda, Heidi und Gerda, der für herzhaftes Lachen sorgte. Den Abschluss bildete eine von Gerda vorgetragene Kurzgeschichte, die das Publikum zum Nachdenken und Schmunzeln gleichermaßen einlud.
Der Albvereinsnachmittag der Ortsgruppe Isny erwies sich als gelungene Mischung aus Gemeinschaft, Dankbarkeit und Vorfreude auf neue Unternehmungen – ein Zusammentreffen, das den Zusammenhalt innerhalb der Ortsgruppe auf besondere Weise stärkte.

Die geehrten Mitarbeiter Monika Priboth (links) und Franz Butscher (rechts) sowie Gerda Butscher (2.von links) zusammen mit Vorstand Jürgen Tischer

Wanderwoche – Heuer wagen wir uns hoch hinaus ins Pitztal

Bericht über die Wanderwoche 7.-13. September 2025

Bei der Anfahrt entschädigt uns die Besichtigung von Stift Stams für eine lange Zeit im Stau. Die ehemals auf Schlichtheit bedachten Zisterzienser hatten hier eine prunkvolle Anlage geschaffen. Gegen Abend kommt weit hinten im Pitztal Plangeross, ein Ortsteil von St. Leonhard, in Sicht. Das Hotel Bergland ist sehr komfortabel und verwöhnt uns mit exzellenter Küche. Tags darauf bringt uns die Gondelbahn von Mandarfen zum Rifflsee (2300 m). Noch ist uns der Wettergott hold. Ein Teil der Gruppe umrundet den See, einige steigen weiter zum Plodersee, wieder andere besuchen die Rifflseehütte. Die spektakuläre Rosengartenschlucht bei Imst (250 Hm/2,5 km) geht ordentlich in die Beine. Einsetzender Regen beendet die Wanderung in Hoch-Imst. Es regnet weiter. Wir wandern nach Schrofen zum Steinbockzentrum und besuchen Steinböcke und Murmeltiere. Auf eine Zusatzstrecke verzichten wir. Am Donnerstag lacht endlich die Sonne. Wir wandern über den Sagenweg zum Gletscher-Express und fahren hinauf auf 2840m. Weiter geht es mit der Wildspitzbahn, und auf 3440m genießen wir einen atemberaubenden Panoramablick auf Gletscherfelder und Alpengipfel. Einige Unentwegte erklimmen zuvor noch den Mittagskogel und können von dort aus das gesamte Pitztal überblicken. In Jerzens besteigen wir die Bahn zum Hochzeiger. An der Mittelstation erkunden wir den Zirbenpark, der sich ebenso mit Nebelschleiern verhüllt wie der Gipfel (2500m). Von dort steigen wir ab zum Sechszeiger und weiter zur Mittelstation. Das Ende naht. Nach einem Besuch im Kaiserjägermuseum in Innsbruck geht es zurück nach Hause. Trotz des nicht perfekten Wetters eine erlebnisreiche Woche, prall gefüllt mit großartigen Eindrücken. Den Organisatoren Manfred Mühleisen und Jürgen Tischer dankten die 42 Teilnehmer recht herzlich und freuen sich auf die Wanderwoche im nächsten Jahr.

der Bericht ist auch in der Schwäbischen Zeitung erschienen unter
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/heimat/wanderwoche-des-schwaebischen-albvereins-3962218

 

Ausflug nach Kaufbeuren und Kloster Irsee * Kneipp-Verein u. Schwäb. Albverein Isny unterwegs

Am Samstag, 21.06.2025, hat der Kneipp-Verein zusammen mit dem Schwäbischen Albverein zu seinem jährlich stattfindenden Ausflug eingeladen, der diesmal nach Kaufbeuren und Kloster Irsee im schönen Ostallgäu geführt hat.
Mit voll besetztem Bus von rund 50 gut gelaunten Teilnehmer-/innen begann die Fahrt am Kurhaus in Isny um 12.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, der dem Sommeranfang mit seinem längsten Tag im Jahr alle Ehre machte.
In Kaufbeuren angekommen wurden zwei Gruppen zur Stadtführung gebildet. Eine davon ging unter fachkundiger Führung bergauf vorbei am Hexenturm zum markanten Fünfknopfturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Über den noch begehbaren Teil der Stadtmauer erreichte die Gruppe die St.-Blasius-Kirche, welche die Stilreinheit von Gebäude und Innenausstattung der Spätgotik des 15./16. Jahrhunderts auszeichnet mit dem schönen Altar von Jörg Lederer.
Über den wunderschön angelegten Klosterberggarten ging es abwärts am Crescentiakloster vorbei in den inneren Bereich der Kaufbeurener Altstadt zur kath. St.-Martins-Kirche mit ihrer wechselvollen Geschichte.
Zum Abschluss der interessanten Stadtführung trafen sich beide Gruppen zur Weiterfahrt nach Kloster Irsee, wo genügend Zeit blieb, die weitläufige Anlage des ehemaligen Benediktinerklosters auf eigene Faust zu erkunden.
Ganz besonders sehenswert ist die Klosterkirche Peter und Paul mit ihrer wunderschönen Orgel von Balthasar Freiwiß. Hier finden international beachtete Orgelkonzerte statt.
Den Abschluss des Ausflugs bildete die Einkehr in die Klosterbrau-Gaststätte zu einem wohlschmeckendem Bier mit Brotzeit.
Auf der sich anschliessenden Rückfahrt im Bus waren sich alle einig, dass ein interessanter und schöner Ausflug zu Ende geht.

Foto: Wahrzeichen von Kaufbeuren 5 Kopf Turm

5-Tages-Wanderung des Schwäbischen Albvereins Isny&Wangen – Wanderungen rund um Kloster Kirchberg

Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppen Isny und Wangen, veranstaltete kürzlich eine abwechslungsreiche 5-Tages-Wanderung, die Natur, Geschichte und Kultur miteinander verband. Unter der Leitung von Manfred Mühleisen und Jürgen Tischer begaben sich 11 begeisterte Wanderer auf eine spannende Reise die unvergessliche Eindrücke hinterließ.

Der erste Tag führte nach Donaueschingen, wo die Gruppe eine unterhaltsame Stadtführung unternahm. Dabei erkundeten die Teilnehmer die historische Bedeutung der Stadt und besichtigten die Donauquelle, den Ursprung des berühmten Flusses. Anschließend unternahmen sie eine kleine Wanderung entlang der Donauzuflüsse, um die Wasserläufe und den Fürstlichen Fürtstenbergischen Park zu erleben.

Am zweiten Tag stand eine 13 Kilometer lange Tour auf dem Programm, die die Wanderer zu den Klosterseen und auf die Himmelsleiter führte. Die Route führte auch zu einem jüdischen Friedhof und bot beeindruckende Ausblicke zur Burg Hohenzollern, die majestätisch am Horizont thront. Die Wanderung vereinte Naturerlebnis mit kulturellen Sehenswürdigkeiten und bot den Teilnehmern vielfältige Eindrücke.

Der dritte Tag führte die Gruppe auf eine 14 Kilometer lange Wanderung durch Bergfelden, den Zick Zack-Weg und zum Mühltalblick. Diese Tour bot atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft und führte durch idyllische Täler und Wälder, die das ländliche Flair der Region widerspiegeln.

Am vierten Tag stand eine 10 Kilometer lange Wanderung nach Gruol auf dem Programm. Die Route führte durch das charmant Dörflein und grüne Wiesen, die das ländliche Leben in der Region erlebbar machten. Die Wanderung war eine perfekte Mischung aus Natur und Kultur.

Der letzte Tag begann mit einer Führung durch das Klostergelände des Klosters Kirchberg in Sulz am Neckar, das mit seiner Geschichte und Architektur beeindruckt. Im Anschluss besuchte die Gruppe den Testturm in Rottweil, ein modernes Wahrzeichen der Region, das Einblicke in innovative Technologien bietet. Nach einem ereignisreichen Tag traten die Wanderer schließlich die Heimreise an.

Die 5-Tages-Wanderung des Schwäbischen Albvereins war ein voller Erfolg. Sie bot den Teilnehmern die Möglichkeit, die vielfältige Natur und Kultur der Region zu erleben, neue Eindrücke zu gewinnen und Gemeinschaft zu erleben.


Die Wandergruppe vor dem Klostertor Kloster Kirchberg

Wandertage im Saarland des Schwäb. Albvereins Isny & Wangen

45 Wanderer erlebten Landschaft und Kultur

Wie jedes Jahr zog es die Wanderer der aus Isny und Wangen in die Ferne. Die Grenze zu Frankreich prägt das Saarland. Schon beim Zwischenhalt in Landau brüllte der Landauer Löwe angriffslustig Richtung Frankreich. Im Hotel Laux in Merzig-Weiler wurden wir herzlich empfangen. Die Wanderung am Montag führte uns zum Johannisbrunnen, Ort einer stimmungsvollen Verlobungsfeier im 19. Jh. Danach steuerte ein Teil der Gruppe mit dem Wanderführer Axel Kaluza die Saar in Dreisbach an. Der Dienstag brachte gleich mehrere Höhepunkte. Am Vormittag besuchten und durchwanderten wir das Wolfsgehege Werner Freund, wo uns die Leiterin Tatjana Schneider hochinteressante Einblicke in das Leben mit und unter den Wölfen vermittelte. Am Nachmittag besuchten wir das B-Werk Besseringen, ein Teil des Westwalls und Mahnmal des 2. Weltkriegs. Der Gang durch die unterirdischen Räume mit Lazarett, Küche, Vorrats- und Munitionslagern und natürlich Schießständen war bedrückend. Zur Aufmunterung durchstreiften wir danach den Garten der Sinne und wanderten schließlich durch eine wunderschöne Heidelandschaft zurück. Mittwoch war Ausflugstag. Die Stadt Saarlouis, unter Ludwig XIV. vom Architekten Vauban zur schier uneinnehmbaren Festung ausgebaut, zeugt von der alten Feindschaft der heute befreundeten Länder Frankreich und Deutschland. Anschließend entspannten wir uns in der Altstadt von den anschaulichen Erläuterungen des Stadtführers. Gigantisch am Nachmittag: die Völklinger Hütte, ein vollständig erhaltenes Eisenwerk aus der Zeit der Industrialisierung und heute Weltkulturerbe. Die riesigen Gebläsemaschinen, Förderbänder und Hochöfen zur Erzeugung von hochwertigem Stahl ließen uns staunen. Am Donnerstag wanderten wir vom Kupferbergwerk Düppenweiler auf dem Traumschleifenpfad zum Litermonter Sagenweg mit hölzernen Stegen, großartigen Felsformationen und schönen Aussichtspunkten. Am Freitag erklommen wir den Baumwipfelpfad über der Cloef und schauten auf die im Nebel liegende Saarschleife. Nach dem Abstieg bekamen wir auf einer Schifffahrt die Saarschleife von unten zu sehen. Auf der Heimfahrt am Samstag erwartete uns ein weiterer Leckerbissen. Das Panorama ‚Pergamon‘ des Künstlers Yadegar Asisi im Panometer in Pforzheim hätten wir noch lange bewundern können. Nach der Abschlusseinkehr im Gasthof Larifari in Berkheim landeten wir alle heil und gesund wieder im Allgäu.